Präambel gbr Vertrag

[45] Für eine Kritik der kolonialen Sprache der Souveränität und des Besitzes, die im Versöhnungsdiskurs eingesetzt wird, siehe z.B. Geoff Mann, “Von der Kontersouveränität zur Gegenpossession?” (2016) 24:3 Historischer Materialismus 45. Zum Beispiel schlägt Mann vor, dass, während der Begriff “unceded” die formale Illegitimität der Siedlerherrschaft in der Region betont, … es kann nicht anders, als gleichzeitig zu suggerieren, dass die Ansprüche des Staates über die immensen Ländereien, die durch Vertrag erworben wurden, nicht so illegitim oder zumindest nicht in gleicher Weise illegitim sind” (ebd. mit 47 [Hervorhebung im Original]). Die Präambel, die auf der sechzehnten Tagung, nur wenige Wochen vor der Unterzeichnung des Vertrags, ausgearbeitet wurde, mag ein stilistischer Kompromiss sein, aber sie erfasst geschickt die Bestrebungen der Unterzeichner des Vertrags in drei kurzen Zeilen. 19 Protokoll des sechzehnten Treffens der Washingtoner Sondierungsgespräche über Sicherheit, in 4 Außenbeziehungen der Vereinigten Staaten, 1949, Westeuropa 166, 167-74 (1949); Protokoll der achtzehnten Sitzung der Washingtoner Sondierungsgespräche über Sicherheit 15. März 1949, in 4 Außenbeziehungen der Vereinigten Staaten, 1949, Westeuropa 213, 214–24 (1949). Er bindet den Vertrag an die UN-Charta, beschreibt die nichtmilitärischen Aspekte der Allianz und definiert die militärische Lösung des Vertrags. 20Id. In der ersten Zeile wird bewusst das Verb “bestätigen” anstelle von “verpflichtend” verwendet, um den Status Portugals und Italiens als seinerzeit nicht unterzeichnern der Charta zu mildern. 21 Protokoll der siebzehnten Sitzung der Washingtoner Sondierungsgespräche über Sicherheit, 11.

März 1949, in 4 Außenbeziehungen der Vereinigten Staaten, 1949, Westeuropa 185, 188 (1949). Der zweite Absatz war ebenso bedeutsam und vielleicht besonders gegen die historische Einstellung des Bündnisses. Es wird in den 1949 Endesdesdes des Nordatlantikrates wiederholt, wo der Verweis auf das “gemeinsame Erbe” als “gemeinsames Erbe der Freiheit und zur Verteidigung gegen Aggressionen bezeichnet wird, während gleichzeitig ihr Wunsch betont wird, in Frieden mit allen Regierungen und allen Völkern zu leben.” 22 Abschlusskommuniqué der ersten Tagung des Nordatlantikrates, s. 7. Dies wird in der Erklärung des Nordatlantikrates von Ottawa von 1951 wiederholt: “Die Völker der Nordatlantikgemeinschaft sind durch den Nordatlantikvertrag vereint, um ihre Freiheit zu bewahren und ihr gemeinsames Erbe der Demokratie, der Freiheit und der Rechtsstaatlichkeit zu entwickeln.” 23 Erklärung des Nordatlantikrates, Ottawa, 20. September 1951. Ohne die mögliche spirituelle Vorstellung zu schmälern, die von einigen abgeleitet wurde, unterscheidet die Referenz eine Gemeinschaft gleichgesinnter Nationen, die danach streben, die nichtmilitärische Seite einer Allianz zu festigen, die mit kollektiver Selbstverteidigung betraut ist. 24 Heindel, oben Note 5, 654 (die in der Entschließung vorgelegte Erklärung wurde später von Senator Vandenberg in seiner Schlussrede verwendet); Vertrag über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zusammenarbeit und kollektive Selbstverteidigung, 17. März 1948, geändert durch das Protokoll zur Änderung und Vollendung des Brüsseler Vertrags, 23. Oktober 1954 (“Stärkung und Wahrung der Grundsätze der Demokratie, der persönlichen Freiheit und der politischen Freiheit, der Verfassungstraditionen und der Rechtsstaatlichkeit, die ihr gemeinsames Erbe sind”).