Spv Vertrag

Ein Stadtbahnprojekt kann beispielsweise Versorgungs-, Installations- und Bauarbeiten umfassen. Die SPV kann einen einzigen Vertrag mit einer Unternehmensgruppe abschließen, die die Werke unter einander aufteilt. Alternativ kann die SPV mit verschiedenen Unternehmensgruppen getrennte Verträge über die spezifischen Elemente der Entwicklung des Eisenbahnsystems abschließen: Tiefbau, Gleise, Systeme (Elektrik, Signaltechnik und Kommunikation) und Fahrzeuge. Im erstgenannten Fall wird das Risiko einer ordnungsgemäßen Integration aller Elemente des Systems auf die Auftragnehmergruppe übertragen und später vom SPV beibehalten. Im Rahmen von Projektfinanzierungen ohne Rückgriff können Kreditgeber nur aus den Erträgen der Projektgesellschaft bezahlt werden, ohne eine Entschädigung von den Aktieninvestoren zu verlangen. Das heißt, die Verpflichtungen der Projektgesellschaft sind von denen der Aktieninvestoren abgeschirmt, und die Schulden werden auf den Cashflows des Projekts gesichert. Wie im Yescombe-Kapitel über die Projektfinanzierung von ÖPP beschrieben, sind Projektfinanzierungsstrukturen in der Regel mit einem großen Teil der Schulden verbunden (Yescombe 2007). In vielen Fällen liegt sie zwischen 70 und 95 Prozent der Gesamtfinanzierung. Aus Sicht von Aktieninvestoren trägt dies dazu bei, risikenzusteuern, indem das Engagement in einem Projekt begrenzt wird, und ermöglicht es, viel größere Projekte durchzuführen, als dies sonst der Fall wäre. Für die Kreditgeber bedeutet dies eine strenge Due Diligence, die sich auf den Projekt-Cashflow und die Vertragsstruktur konzentriert. O&M-Gebühren, die an O&M-Auftragnehmer zu zahlen sind, können für einen festen jährlichen Betrag oder variabel sein (als Prozentsatz des Umsatzes, insbesondere wenn die Einnahmequelle der Projektgesellschaft auf Nachfrage oder Volumen basiert).

Diese Gebühren unterliegen in der Regel den gleichen Abzügen und/oder liquidationspflichtigen Schäden, die sich auf die ursprünglichen Einnahmen der SPV auswirken, und übertragen die O&M-Leistungsrisiken teilweise oder vollständig auf die O&M-Vertragspartner. [67] Sofern keine der folgenden Maßnahmen stattfindet: (i) Refinanzierung des Projekts, so dass das Eigenkapital gegenüber zusätzlichen Schulden abnimmt; oder (ii) Kapitalübertragung, die ganz oder teilweise an einen neuen Anteilseigner verkauft wird, was auch bestimmten vertraglichen Beschränkungen unterliegt. Der SPV wird in der Regel kurz vor Abschluss der Projektvereinbarung mit der Beschaffungsbehörde, d. h. zum finanziellen Abschluss, eingerichtet. Die Mitglieder des Konsortiums sind in der Regel die Anteilseigner der SPV, zusammen mit weiteren Aktionären, wie Investoren. [5] Allerdings werden nicht alle Konsortiumsmitglieder SPV-Aktionäre sein wollen. So kann beispielsweise ein Bauunternehmer entscheiden, dass er kein SPV-Aktionär sein will. Stattdessen wird sie beschließen, als nominee contractor Teil des Vorschlags zu sein. [6] Es könnte sein, dass er sich auf die Bautätigkeit konzentriert, anstatt sich in alle Aspekte der Umsetzung des ÖPP-Projekts einzumische Nein zu begeben, wie es von den Mitgliedern des SPV erwartet wird.